Freitag abend bin ich nach der Arbeit mit dem Zug nach Hannover gefahren.
Der Ritter hatte bereits den Großteil seiner Möbel zerlegt und sein Hab und Gut in Kartons gepackt. So galt es den Abschied von vielen Freunden zu feiern. Unsere Lieblingsbar werden wir ebenfalls vermissen. Nichts in Gütersloh kommt auch nur annähernd an das ran, was wir da zurücklassen.
Samstag früh stand ich dann sehr früh auf, um Brötchen und Aufschnitt für das Umzugshelfer-Frühstück zu besorgen. Ich habe fleißig Brötchen geschmiert, während der Ritter den Umzugswagen abgeholt hat.
Das Umzugshelfer-Team 1 war zahlreich und großartig. Innerhalb von 2,5 Stunden war, trotz Schneefall draußen, die Wohnung leer, der Umzugswagen knüppelvoll und wir auf der Autobahn.

Perfektes Umzugswetter. Not.
In GT empfing uns das Umzugshelfer-Team 2. Und ein dickes Buffet mit Frikadellen, tausend belegten Brötchen, Frikadellen, Erbsensuppe, Kaffee, Bier… Das hatten die Rittermama und die Buchhalterin aus Ritters Firma vorbereitet.

Willkommens-Buffet
Neben unseren weniger zahlreichen, aber sehr wackeren, Umzugshelfern, ließ es sich sogar der Rittervater (70!!) nicht nehmen, mitzuhelfen.

Umzugsautoausblick in die Fußgängerzone
Rittermama hat sich mit mit dem Dampfreiniger über Sofa und Matratzen hergemacht, die Toilette und das Bad geschrubbt, alle zum Buffet geschoben und den Ritter mit ihrer großartigen Fürsorglichkeit ab und an in den Wahnsinn getrieben.
Nachdem der Wagen leer und die Bäuche voll waren, haben die Umzugshelfer tatsächlich noch mitgeholfen, die ersten Möbelstücke zusammen zu bauen. So stand um 21 Uhr nicht nur das Bett, sondern auch ein Haufen Billys und Bennos, die Schreibtischlandschaft und außerdem Internet, Telefon und Kabel-TV.

Das Bett steht!
Um 21 Uhr haben wir die unermüdlichen Helferlein quasi aus der Tür schieben müssen und die Rittereltern, der Ritter und ich haben eine Flasche ganz großartigen Champagner aufgemacht, den die Rittermama heimlich auf der Terrasse kaltgestellt hatte.
Das zweite Glas Champagner gab es zusammen mit ein paar restlichen kalten Frikadellen und Cocktailtomaten auf dem kleinen, provisorischen und dampfgereinigten Mini-Sofa des Ritters, das nun bis zu meinem Umzug Kernstück des Wohnzimmers sein wird.

Das Provisorium
Das war also der erste Teil des Umzugs. Wirken lassen. Lächeln. Gähnen. Und um 23 Uhr sind wir totmüde in’s Bett gefallen.
Heute gab es zum Frühstück Instant-Kaffee und Buffetreste von gestern. Danach haben wir die Waschmaschine angeschlossen, über unseren Muskelkater gejammert, die ersten Kisten ausgepackt und ein Regal im Hauswirtschaftsraum aufgebaut.

HWR in progress

Kleine Ruhe-Insel im Kisten-Meer.
Und um 17 Uhr musste ich dann “nach Hause”. Nach Hamburg.
Wie unwirklich, das alles.